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Wirtschaft | Mo, 28.02.2011 08:10

Verbraucherpreise steigen in Baden-Württemberg auf breiter Front

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im Februar 2011 der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent auf einen Indexstand von 110,1 (2005=100). Dies markiert den höchsten Anstieg seit Oktober 2008. Zugleich lag damit die Teuerungsrate im Südwesten den zweiten Monat in Folge über der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der die Preise als stabil gelten. Gegenüber dem Vormonat Januar 2011 stiegen die Preise um 0,5 Prozent.


Insbesondere die hohen Preise bei Kraftstoffen und Heizöl trieben dabei die Teuerungsrate an. So lag der Anstieg bei Heizöl binnen Jahresfrist bei 31,1 Prozent, der Kraftstoffpreis erhöhte sich um 13,3 Prozent. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Preisanstieg insgesamt bei 1,8 Prozent. Bei den Kraftstoffen zog insbesondere der Dieselpreis mit 22,3 Prozent massiv an. Auch Strom wurde mit 8,8 Prozent deutlich teurer. Dagegen lag der Anstieg beim Gaspreis aufgrund der nachgelagerten Bindung an den Ölpreis mit 2,0 Prozent merklich niedriger. Fernwärme wurde um 2,8 Prozent teurer.

Einen merklichen Anstieg erlebten auch die Preise für Nahrungsmittel (3,3 Prozent). Insbesondere Kartoffeln (29,0 Prozent), Obst (19,2 Prozent) und Butter (16,8 Prozent), verteuerten sich gegenüber Februar 2010 erheblich. Stabil blieben dagegen die Preise für Fleisch und Fleischwaren (0,1 Prozent). Bei alkoholfreien Getränken stiegen die Preise für Bohnenkaffee (9,1 Prozent) sowie Mineralwasser, Säfte und Limonaden (6,3 Prozent) deutlich an. Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 1,5 Prozent. Die Preise für Bekleidung stiegen um 2,1 Prozent. Aufgrund des starken Preisanstiegs für Edelmetalle erhöhten sich auch die Preise für Schmuck und Uhren deutlich (8,8 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Januar stiegen die Preise für Heizöl um 3,2 Prozent. Während der Kraftstoffpreis insgesamt stabil blieb, erhöhte sich der Dieselpreis um 2,6 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise erhöhten sich um 0,7 Prozent. Mit der Einführung der Frühjahrskollektionen stiegen die Preise für Bekleidung um 2,1 Prozent.

(Redaktion)