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Wirtschaft | Mo, 12.08.2013 11:18

Vertrauen der Verbraucher auf Höchststand

Die deutschen Konsumenten blicken weiter optimistisch in die Zukunft. Im zweiten Quartal 2013 ist das Verbrauchervertrauen mit 90 Punkten unverändert auf einem Höchststand seit Anfang 2011. Damit liegt es deutlich über dem EU-Durchschnitt von 71 Punkten. Dies ist das Ergebnis der aktuellen weltweiten Umfrage zum Thema Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten von Nielsen Media Research. Ihre persönliche Finanzlage schätzen die Deutschen sogar besser ein als im vergangenen Quartal.


„Die wirtschaftlichen Rahmendaten in Deutschland haben im Befragungszeitraum Mai dazu beigetragen, dass die Zuversicht der deutschen Verbraucher stabil bleibt“, erklärt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland. „Während die Zahl der Arbeitssuchenden erstmals seit fünf Monaten wieder unter drei Millionen sank, wurden in vielen Branchen Tarifverträge zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern abgeschlossen, was zu höheren Löhnen führte. Der DAX stieg auf ein Rekordhoch. Die Zuversicht der Deutschen steht jedoch auf wackeligen Füßen: Prognosen zufolge soll die ohnehin schon schwache Konjunktur in Deutschland weiter nachlassen; die Eurozone steckt nach wie vor in einer Rezession.“

Fast die Hälfte aller Deutschen beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet, das Gleiche gilt für die persönliche Finanzlage (jeweils 49 Prozent). Entsprechend gaben nur 24 Prozent der Befragten an, ihr nach Deckung der Lebenshaltungskosten verfügbares Geld zu sparen. Damit sind die Deutschen im internationalen Vergleich eher konsumfreudig: Sie geben ihr Geld vorzugsweise für neue Kleidung und Urlaub (38 bzw. 34 Prozent) aus. Für die Mehrheit der EU-Bürger steht das Sparen an erster Stelle.

Im Hinblick auf das kommende Jahr bereiten den Deutschen vor allem steigende Nebenkosten Sorgen, gefolgt von Sorgen um die Wirtschaftslage und die eigene Gesundheit. Dementsprechend würden die Befragten bei den Nebenkosten am ehesten sparen, auch wenn sich ihre wirtschaftliche Lage in Zukunft verbessern sollte. Etwas optimistischer sind die Deutschen in Sachen Rezession geworden: Weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent) meinen, dass die Bundesrepublik sich in einem wirtschaftlichen Abschwung befindet. Im ersten Quartal waren es noch 51 Prozent. Im EU-Durchschnitt sind es 74 Prozent.

In Gesamteuropa stagniert der Konsum, ergab die Befragung in den europäischen Ländern, denn verfügbares Geld wird vor allem gespart. Dies verwundert nicht, da die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes die größte Sorge der Europäer ist. Das Verbrauchervertrauen in der Gesamtregion liegt unverändert bei 71 Punkten und scheint somit im Vergleich zum Vorjahr auf den ersten Blick stabil.

Allerdings verzeichnen die einzelnen europäischen Länder sehr unterschiedliche Entwicklungen. Während 13 Länder Zuwächse aufweisen, verzeichnen 14 Länder einen negativen Trend, davon sind allein zehn in Westeuropa angesiedelt. Vier osteuropäische Länder hingegen können global gesehen die größten Zuwächse verzeichnen – nämlich Griechenland, die Ukraine, Litauen und Rumänien.

(Redaktion)