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Unternehmensnachrichten | Fr, 16.09.2011 09:05

Wasserkraftwerk Rheinfelden offiziell in Betrieb genommen

Bereits seit Ende letzten Jahres erzeugen vier Rohr-Turbinen im neuen Wasserkraftwerk in Rheinfelden Strom aus erneuerbaren Energien. Das Gemeinschaftsprojekt der Energiedienst AG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Axpo AG wurde nun auch offiziell in Betrieb genommen.

Luftbild Wasserkraftwerk Rheinfelden: Seit Dezember 2010 produzieren alle vier Maschinengruppen Strom. (Foto: Energiedienst / E. Meyer).

Luftbild Wasserkraftwerk Rheinfelden: Seit Dezember 2010 produzieren alle vier Maschinengruppen Strom. (Foto: Energiedienst / E. Meyer).


Der Festakt stand ganz im Zeichen der deutsch-schweizerischen Zusammenarbeit. Gemeinsam drückten Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Dr. Manfred Thumann, CEO der Axpo AG, Hans Kuntzemüller, Präsident des Verwaltungsrats der Energiedienst Holding AG, sowie Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, den symbolischen Startknopf.

Bundesrätin Doris Leuthard hob die länderübergreifende Kooperation bei dem Projekt hervor: „Das Kraftwerk Rheinfelden ist ein geglücktes Beispiel für die bewährte Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz. Dieses Meisterstück der Ingenieurskunst steht beispielhaft für die Grundsätze der Nachhaltigkeit, haben wir doch hier ökologische und ökonomische Interessen miteinander in Einklang gebracht.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte: „Das modernste europäische Laufwasserkraftwerk in Rheinfelden zeigt, welche technologischen und ökologischen Möglichkeiten in der Energiegewinnung aus Wasserkraft stecken. Hier am grenzüberschreitenden Hochrhein zeigt man, wie klima- und umweltfreundliche Energiegewinnung als Gemeinschaftswerk über Grenzen hinweg funktionieren kann. Der in Wasserkraftwerken erzeugte Strom weist bezüglich der Umweltbelastungen die beste Qualität auf: Bei der Stromerzeugung entstehen weder CO2 noch andere schädliche Stoffe. In Baden-Württemberg möchte die Landesregierung den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung und am Stromverbrauch bis 2020 jeweils auf mindestens 40 Prozent erhöhen, Wasserkraft soll einen erheblichen Beitrag dazu leisten."

Hans-Peter Villis: „Der heutige Tag steht für die konsequente Weiterentwicklung der Energieerzeugung in Richtung erneuerbare Energien. Und das Wasserkraftwerk Rheinfelden verkörpert gleichermaßen Tradition und Zukunft. Bereits heute erzeugt die EnBW rechnerisch für rund 2 Millionen Haushalte Strom aus erneuerbaren Energien. In den kommenden 10 Jahren werden wir diese Menge noch deutlich erhöhen. Hierfür wollen wir rund 8 Milliarden Euro in  Wasser- und Windkraft sowie in die Photovoltaik und Bioenergie investieren und damit maßgeblich die Energiewende aktiv mitgestalten."

Dr. Manfred Thumann: „Verantwortung heißt Weiterdenken. Axpo übernimmt Verantwortung mit einer klar formulierten und gelebten Nachhaltigkeitspolitik. Die beständige Verringerung von Umweltauswirkungen gehört dazu zu den wichtigsten Bestandteilen. Bereits jetzt stellt die Wasserkraft in der Schweiz einen Anteil von 55 Prozent des produzierten Stroms – wobei die Axpo AG die größte Schweizer Produzentin von Strom aus hydraulischen Kraftwerken ist.“

Das neue Kraftwerk – eine Investition von 380 Millionen Euro – hat eine installierte Leistung von 100 Megawatt. Es ist damit viermal so leistungsstark wie die alte Anlage. Es wird künftig rund 600 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Kraft des Rheins gewinnen. Das reicht aus, um rund 170.000 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Das Kraftwerk ist aufgrund seiner ökologischen Einbettung beispielhaft dafür, dass Energiegewinnung im Einklang mit der Natur möglich ist. Allein 65 ökologische Aufwertungsmaßnahmen sorgen dafür, die Einschnitte in die Natur auszugleichen. Die Bauzeit betrug rund acht Jahre. Bis Anfang 2012 werden auch die Renaturierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.

„Dies ist ein wichtiger Markstein in der Geschichte unseres Unternehmens. Das neue Kraftwerk vergrößert unsere Erzeugungskapazitäten deutlich. Wir haben uns Anfang des Jahrtausends richtig entschieden, voll auf erneuerbare Energien zu setzen“, betonte Martin Steiger.

(Redaktion)