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Wirtschaft | Di, 08.05.2012 07:56

Zahl der offenen Stellen geht zurück

Auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es im ersten Quartal 2012 insgesamt 965.000 offene Stellen, Das sind rund 90.000 Stellen weniger als ein Jahr zuvor und entspricht einem Rückgang um acht Prozent. Dies berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


Der Rückgang beim Stellenangebot betraf vor allem die später zu besetzenden Stellen. Diese gingen um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Die Zahl der sofort zu besetzenden Stellen blieb dagegen nahezu konstant. „Die durch die europäische Schuldenkrise ausgelöste Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung führt in nicht wenigen Betrieben zu einem eher kurzfristigen Planungshorizont bei Stellenbesetzungen“, erklärte die IAB-Arbeitsmarktexpertin Anja Kettner.

Vor allem der industrielle Bereich war vom Rückgang des Stellenangebots betroffen. In den Kernbranchen Metalle/Metallerzeugnisse sowie Maschinenbau/Elektrotechnik/Fahrzeuge gab es im ersten Quartal 2012 jeweils gut ein Viertel weniger Stellenangebote als ein Jahr zuvor. Dagegen stieg in den Dienstleistungsbranchen die Zahl der gesuchten Arbeitskräfte teilweise sogar deutlich an.

Für die kommenden zwölf Monate waren die Erwartungen der Arbeitgeber über ihre Beschäftigungsentwicklung insgesamt optimistisch. So gaben 20 Prozent aller Befragten an, dass sie für diesen Zeitraum von einem Beschäftigungszuwachs im eigenen Betrieb ausgehen. Nur fünf Prozent rechneten mit einem Personalabbau.

In den derzeit bei Stellenbesetzungen eher zurückhaltenden Branchen Metalle/Metallerzeugnisse und Maschinenbau/Elektrotechnik/Fahrzeuge waren die Erwartungen sogar besser als im Durchschnitt. Rund ein Viertel der Arbeitgeber dieser Branchen gaben bei der Befragung an, dass sie bis Anfang 2013 einen Beschäftigungszuwachs erwarten, nur sechs Prozent gingen von einem Rückgang aus.

(Redaktion)